Kind schläft auf Schoß (Oberschenkel) von erwachsener Person

Wohnbauförderung EIGENHEIM NEU - WOHNUNGEN IM GESCHOSSWOHNBAU

Broschüre folgt
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Verbesserungen zum bestehenden Fördermodell

Voraussetzungen

Wieviel Förderung kann ich bekommen?

Die NÖ Landesregierung hat in der Regierungssitzung vom 24.09.2019 wesentliche Punkte zur NÖ Wohnbaustrategie und die dazugehörigen Umsetzungsmaßnahmen beschlossen. Dazu gehören unter anderem das neue Fördermodell für den Ersterwerb einer Wohnung im Geschoßwohnbau von einem hierzu befugten Bauträger. 

Die neue Förderung ist - wie schon die bestehende Eigenheimförderung -  ein Darlehen des Landes Niederösterreich mit einem garantierten Zinssatz von 1% auf die gesamte Laufzeit, welche 27,5 Jahre beträgt. Dies hat den Vorteil für Sie, dass das Darlehen keinen Zinsschwankungen ausgesetzt ist. Darüber hinaus ist die Rückzahlung gestaffelt. Somit zahlen Sie in den ersten Jahren weniger, wenn Ihr Budget ohnehin durch den Hausbau belastet ist. Die Rückzahlungsraten werden erst über die Jahre höher. 

Verbesserungen zum bestehenden Fördermodell

Mehr Förderungen für Jungfamilien, aber auch für Bauen im ländlichen Raum und in den Ortskernen

Wie bereits im Frühjahr 2019 angekündigt, wurde bei der Eigenheimförderung der Satz für Jungfamilien verdoppelt und die Fördersumme für Kinder einheitlich auf € 10.000,-- erhöht. Um unsere Ortskerne zu erhalten und der Abwanderung im ländlichen Raum entgegen zu wirken, wurde ein gezieltes Förderprogramm geschaffen und der einzelne Häuslbauer kann nun je nach Projekt und Lage ein zusätzliches Förderdarlehen bis zu € 12.000,-- lukrieren.

Voraussetzungen

Um ein Darlehen des Landes Niederösterreich erhalten zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Dabei ist unter anderem auf eine umweltschonende und energieeffiziente Bauweise zu achten. Diese kommt Ihnen nicht nur durch niedrige laufende Kosten zugute, sondern steigert auch den Wert Ihres Eigenheims.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um eine Förderung erhalten zu können?

  • Das Haus hat einen Mindeststandard bei der Gesamtenergieeffizienz zu erfüllen.
  • Ein hocheffizientes, alternatives Heizsystem ist einzubauen. Das sind z.B. Heizungsanlagen mit festen biogenen Brennstoffen wie Hackschnitzel, Pellets, Stückholz, ferner elektrisch betriebene Wärmepumpen oder aber auch ein Anschluss an ein Fernwärmenetz.
  • Sie müssen österreichische/r StaatsbürgerIn sein oder sind gleichgestellt. Gleichgestellte sind zum Beispiel EWR-BürgerInnen.
  • Ihr Jahreseinkommen muss unter einem festgelegten Betrag liegen. Maximal darf eine Person 45.000,– Euro netto pro Jahr verdienen. Für zwei Personen gilt eine Höchstgrenze von 70.000,– Euro. Der Betrag erhöht sich für jede weitere Person um 8.000,– Euro.
  • Das Darlehen ist in das Grundbuch einzutragen.
  • Bei der Fertigstellung des Eigenheims ist der Hauptwohnsitz in Ihrem neuen Zuhause erforderlich.

Wieviel Förderung kann ich bekommen?

Wie viel Sie an Förderung erhalten bzw. wie hoch das gewährte Darlehen sein wird, hängt von mehreren Faktoren ab, denn die Förderung setzt sich aus vier Bausteinen zusammen:

  • der Basisförderung „Wie energieeffizient ist das gesamte Wohngebäude?“
  • den Ergänzungen zur Basisförderung Wie optimiert ist die Haustechnik, die Sicherheit, die Ökologie und die Behaglichkeit im Wohngebäude?"
  • den Ergänzungen Lagequalität „Steht das Wohngebäude im Ortskern und/oder in einer Abwanderungsgemeinde?“
  • der Familienförderung „Wie schaut meine Familiensituation aus?"

Basisförderung „Wie energieeffizient ist das gesamte Wohngebäude?“

Im Energieausweis, der ein wesentlicher Bestandteil der Baubewilligung ist, wird neben vielen Kennzahlen auch der Heizwärmebedarf ausgewiesen.

Dieser Heizwärmebedarf ist unter anderem die Grundlage für die Errichtung des Gebäudes. Zusätzlich ist der Einbau eines hocheffizienten, alternativen Heizsystems im Energieausweis abgebildet und in Verbindung mit dem Heizwärmebedarf förderungsrelevant. 

Wahlweise stehen dem befugten Bauträger zwei gleichrangige Möglichkeiten zur Verfügung: 

  • Optimierte Wärmedämmung der Gebäudehülle mit Standard Haustechnik
  • Standard Wärmedämmung der Gebäudehülle mit optimierter Haustechnik

Tabelle für Wohnungen im Geschoßwohnbau

Fällt die Wahl der Bauausführung auf die Variante standardisierte Wärmedämmung der Gebäudehülle mit optimierter Haustechnik, dann ist zum Ausgleich zur Variante mit optimierter Wärmedämmung eine Solar-, Photovoltaik- oder Wohnraumlüftungsanlage zu errichten.

Für beide gleichrangigen Möglichkeiten gibt es 65 Punkte zu € 200,- pro Punkt für den Ersterwerb einer Wohnung in einem Geschoßwohnbau von einem hierzu befugten Bauträger.

Ergänzungen zur Basisförderung Wie optimiert ist die Haustechnik, die Sicherheit, die Ökologie und die Behaglichkeit im Wohngebäude?"

Ergänzungen zur Basisförderung sind für Photovoltaik und/oder Solaranlagen, die Verwendung ökologischer Baustoffe, eine grüne Infrastruktur, ein passiver Sonnenschutz, der Einbau einer Wohnraumlüftung, Sicherheitsmaßnahmen am Wohnhaus und die direkt elektrische Warmwasserbereitung in Kombination mit einer Photovoltaikanlage möglich. 

Daraus sind bis zu 35 Punkte zu 200,- pro Punkt möglich für den Ersterwerb einer Wohnung in einem Geschoßwohnbau von einem hierzu befugten Bauträger. 

Ergänzungen für Wohnungen im Geschoßwohnbau

HINWEIS: Fällt die Wahl des befugten Bauträgers bei der Bauausführung auf die Variante standardisierte Wärmedämmung der Gebäudehülle mit optimierter Haustechnik und wird die Solar- oder PV-Anlage größer dimensioniert als in der Tabelle der Basisförderung verlangt wird, so ist die Differenz der Anlagengröße in obiger Ergänzungstabelle zusätzlich förderbar. 

BEISPIEL: Der befugte Bauträger errichtet ein Mehrfamilienwohnhaus mit einem Heizwärmebedarf von 34 kWh/m² bei einem A/V-Verhältnis von 0,50 mit einer Wärmepumpenheizung. Da sich das befugte Unternehmen für die Variante standardisierte Wärmedämmung der Gebäudehülle mit optimierter Haustechnik entschieden hat, ist die Errichtung einer Solar- und/oder PV-Anlage oder einer Wohnraumlüftungsanlage erforderlich.

Der befugte Bauträger hat sich für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 kWp pro Wohnung entschieden, die auch im Energieausweis abgebildet und bilanziert ist.

Ergebnis: Für die Differenz von 0,5 kWp sind aus der Tabelle "Ergänzungen zur Basisförderung" zusätzlich 10 Förderpunkte möglich. 

Insgesamt sind aus der Basisförderung und den Ergänzungen zur Basisförderung bis zu 100 Punkte möglich. Für Wohnungen im Geschoßwohnbau ergibt das bis zu € 20.000,- an Förderdarlehen.

Ergänzungen Lagequalität Steht das Wohngebäude im Ortskern und/oder in einer Abwanderungsgemeinde?"

Zusätzlich für die Stärkung der Ortskerne und gegen die weitere Ausdünnung des ländlichen Raumes sind bis zu 40 Punkte möglich.

Das bedeutet für Wohnungen im Geschoßwohnbau zusätzlich bis zu € 8.000,- an Förderdarlehen. 

Ergänzungen Lagequalität für Wohnungen im Geschoßwohnbau

Insgesamt sind aus der Basisförderung und den Ergänzungen zur Basisförderung und den Ergänzungen zur Lagequalität bis zu 140 Punkte möglich. Für Wohnungen im Geschoßwohnbau ergibt das bis zu € 28.000,- an Förderdarlehen.

Familienförderung „Wie schaut meine Familiensituation aus?“

Das Förderangebot für Jungfamilien hat sich gegenüber dem laufenden Fördermodell verdoppelt.

Das Förderangebot für Kinder bzw. für Familienmitglieder, die eine Minderung der Erwerbsfähigkeit haben, wurde vereinheitlicht.

Die Familienförderung beträgt:

10.000,– Euro für Jungfamilien.

10.000,– Euro für das erste Kind. 

10.000,– Euro für das zweite Kind.

10.000,– Euro ab dem dritten Kind.

10.000,– Euro für jedes Kind, für das erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird.

10.000,– Euro für Personen mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mind. 55 % oder Pflegebedürftigkeit ab der Pflegestufe II.

3.000,– Euro für niederösterreichische ArbeitnehmerInnen.

Bei der Annahme der Familiensituation einer Jungfamilie mit 2 Kinder und einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit eines Elternteils ergibt sich eine Fördersumme von € 33.000,-.

Der Gesamtbetrag der sich aus dem Familienpaket ergibt wird der Fördersumme aus der Basisförderung und den Ergänzungen zur Basisförderung und den Ergänzungen zur Lagequalität zugerechnet.

Unter Annahme oben beispielhaft angeführter Familiensituation ergibt sich ein Gesamtförderdarlehensbetrag von bis zu € 61.000,-.

HINWEIS: In der Einführungsphase der neuen Fördermodelle mit Ihren zahlreichen Neuerungen wird eine Parallelführung mit den derzeit gültigen Förderungen bis 31. März 2020 angeboten. Somit besteht die individuelle Wahlmöglichkeit zum jeweils besseren Modell. Ein Umstieg von bereits eingereichten Anträgen auf das neue Modell ist unter bestimmten Voraussetzungen grundsätzlich möglich, wir empfehlen Ihnen diesbezüglich mit uns Kontakt aufzunehmen.

Alle Fragen können hier vielleicht nicht beantwortet werden, daher hilft am besten der persönliche Kontakt: Unsere NÖ Wohnbau-Hotline 02742/22133 bietet kompetente und umfassende Beratung.

Hier geht es direkt zu Ihrem Antrag!

Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wohnungsförderung, Landhausplatz 1, Haus 7a, 3109 St. Pölten