26.07.2019
Gruppenfoto: LR Eichtinger, Obmann Steiner von Alpenland und ExpertInnen bei der Präsentation der Bauideen zur Kulturhauptstadt 2024
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Mit innovativen Bauideen zur Kulturhauptstadt 2024

Alpenland arbeitet mit renommierten Experten an einem demonstrativen Städtebau- und Wohnprojekt als Beitrag zur Bewerbung St. Pöltens als Europäische Kulturhauptstadt 2024.

Die Landeshauptstadt St. Pölten ist Bewerber für die Europäische Kulturhauptstadt 2024. Einer der Beiträge, mit dem St. Pölten in knapp vier Monaten die Jury von seinem kulturellen Potenzial überzeugen will, ist das Projekt „Leben morgen“ – als Weiterentwicklung der Baukultur und nachhaltige Lösungen von Zukunftsfragen. Alpenland hat in einem Workshop mit renommierten Experten an der Konkretisierung der – bereits im ersten Bewerbungsdurchgang vorgestellten - Projektidee gearbeitet. Im Zuge des Projekts wird der Austausch mit anderen europäischen Ländern forciert und internationale Wohnlösungen in den Kontext St. Pöltens an einem innerstädtischen Standort - der Trautsonstraße - übersetzt.

Martin Eichtinger, Landesrat für Wohnbau, ist überzeugt von der Bedeutung dieser Initiative am Weg St. Pöltens zur Kulturhauptstadt: „Die Frage, wie wir morgen wohnen und leben werden, ist bei einer aufstrebenden Stadt wie St. Pölten eng mit der kulturellen Entwicklung verbunden. Denn im Bau,gerade auch im Wohnbau, manifestieren sich Zeitgeist und Lebensweise. Hier das baukulturelle Erbe einerseits zu erhalten und andererseits lebenswert, innovativ und kulturell wertvoll weiterzuentwickeln, halte ich für einen ganz entscheidenden Beitrag“, so der Landesrat.

Beim Workshop brachten neben Stadtplaner Jens de Buck und Alpenland-Obmann Norbert Steiner u.a. Verena Mörkl (Superblock), Martin Treberspurg (Treberspurg & Partner Architekten), Dominic Grimm (Sharetoo), Sabine Dessovic (DnD Landschaftsplanung), Tamara Schwarzmayr (Caritas), Katrina Petter (NÖ Landesregierung, Abteilung Kunst & Kultur) und Jakob Redl (NÖ Kulturlandeshauptstadt GmbH) ihre Expertise ein. Die Ergebnisse des intensiven fachlichen Austauschs fließen jetzt in den Bewerbungsprozess ein, mit zwei konkreten Stoßrichtungen:

1) Im Dialog mit Europa lernen und wachsen: Der rege Austausch mit europäischen Architekten und Bauträgern in Form von Symposien soll als Grundlage dienen, internationale Wohnformen in den Kontext St. Pöltens zu übersetzen. Ziel ist es, Know-how aus anderen Ländern mit den lokalen Besonderheiten zu einer neuen Qualität des Planens und Bauens zu verbinden.

2) Lebensraum gemeinnützig und im Dialog mit den St. Pöltnern gestalten: Das vorgesehene Areal soll neben Wohnungen auch öffentlichen Raum und Nutzungsvielfalt bieten. Eine spannende Nutzungsmischung, die zugleich Chance und Mehrwert für den Stadtteil ist.

Für die Stadt St. Pölten ist mit der Konkretisierung ein nächster wichtiger Schritt getan: „Derzeit wird mit Hochdruck an der Finalisierung der zweiten Bewerbungsschrift, dem so genannten Bidbook II gearbeitet, das wir bis 13. Oktober bei der Bundesregierung abgeben müssen. ‚Leben morgen‘ nimmt für uns gerade deshalb einen so wichtigen Stellenwert ein, weil die Ergebnisse aus diesem Projekt lange über die Zeit der Kulturhauptstadt hinauswirken und einen ganz wesentlichen Anteil an der Innenstadtentwicklung St. Pöltens haben können“, betont Franz Gunacker, Vizebürgermeister der Stadt St. Pölten.

Alpenland-Obmann Norbert Steiner betont: „Für uns als Wohnbauträger ist es selbstverständlich, dass wir uns für diese Jahrhundertchance St. Pöltens mit aller Kraft engagieren. Der gemeinnützige Wohnbau ist ein österreichisches Spezifikum innerhalb Europas. Auf dieser Grundlage wollen wir neue Wege beschreiten und innovative Entwicklungen ermöglichen. Besonders als Kulturhauptstadt gilt es, sich Europa zu öffnen, zuhören, lernen, europäisch zu denken und zu leben.“

Fotocredit: Tanja Wagner

Fototext:
V.l.n.r.:
Mag. Jakob Redl – NÖ Kulturlandeshauptstadt GmbH
Dr. Martin Eichtinger – Landesrat für Wohnbau
Mag. Katrina Petter – NÖ Landesregierung, Abteilung Kunst & Kultur
Ing. Franz Gunacker – Vizebürgermeister St. Pölten
DI Norbert Steiner – Obmann Alpenland

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Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wohnungsförderung, Landhausplatz 1, Haus 7a, 3109 St. Pölten