19.11.2017
Foto zum Downloaden
downloaden

Eigentum im Fokus am Impulstag der NÖ Wohnbauforschung

„Eigentum erfüllt wichtigen sozialen Aspekt: Eigentum schützt vor Altersarmut“.

„Niederösterreich steht an der Spitze der Bundesländer, wenn es um die jährlichen Neubauleistungen im sozialen Wohnbau geht. Und mit der Wohnraumforschung setzen wir jährlich neue Trends, wenn es um die Zukunft von Wohnen und Bauen geht“, stellt Wohnbau-Landesrat Karl Wilfing am diesjährigen Impulstag der Wohnraumforschung fest. 

Lebenswertes Wohnen ist eine wesentliche Voraussetzung für das Wohlbefinden der Menschen. Diesbezügliche Forschung und Innovation sind für eine beständige Weiterentwicklung der Wohnformen und der Gestaltung der Bauvorhaben in Niederösterreich notwendig. Die NÖ Wohnbauforschung befasst sich mit einschlägigen Fragen rund um das Thema Wohnen. Vieles, das heute den Wohnbau in Niederösterreich prägt, hat seine Wurzeln in den Ergebnissen der Wohnbauforschung. „Sie ist damit ein wichtiges Instrument geworden, Trends zu erfassen und Zukunftsvisionen zu erarbeiten und hat damit zur Vorreiterrolle von Niederösterreich in vielen Aspekten des Wohnens beigetragen“, so Wilfing. 

Den Hauptvortrag am Impulstag hielt Dr. Wolfgang Amann, IIBW – Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH, über die Bedeutung von Wohnungseigentum und vor allem über die positiven Auswirkungen für die Menschen; z.B. geringere Wohnkostenbelastung, Vermögen wird aufgebaut, Altersvorsorge. So sei die Eigentumsquote in Österreich im internationalen Vergleich niedrig – Niederösterreich liege österreichweit auf Platz zwei und weise eine für Österreich hohe Eigentumsquote auf. 

Dir. Bmstr. Alfred Graf, GEDESAG, zeigte anhand eines Beispiels den Unterschied der monatlichen Kosten von Miet- und Eigentumswohnungen. Aus diesem Beispiel war eindeutig zu erkennen, dass langfristig Wohnungseigentum kostengünstiger ist. 

Dr. Hannes Schaffer, mecca consulting, informierte über Wohnformen zur Belebung der Ortskerne und hob dabei hervor, dass Wohnprojekte für ältere Menschen in zentral gelegenen, ungenutzten Gebäuden Chancen für die Ortskernbelebung bieten, sie stärken die Kaufkraft und ermöglichen die Bündelung von Pflegeleistungen. 

Aber auch die Nachverdichtung in den Ortkernen war Thema. Dazu gab DI Josef Hameter, raum und plan, Anregungen, dass vor allem wesentlich die Abgrenzung des Ortskerns, eine gemeinsame Abstimmung der Ziele und der angestrebten Charakteristik des Ortsbildes unter Einbeziehung eines örtlichen Entwicklungskonzeptes, einer Bebauungsplanung, der Gestaltungsbeiräte und ebenso der Bürgerinnen und Bürger ist. 

„Die Ergebnisse der Wohnbauforschung zum Thema Eigentum zeigen, dass Eigentum viele positive Vorteile hat und vor allem einen wesentlichen sozialen Aspekt erfüllt: Eigentum schützt vor Altersarmut. Wir werden daher weiter daran arbeiten, um den Eigentums-Anteil zu erhöhen und dafür eine weitere Initiative starten“, betonte Wilfing auf dem Impulstag abschließend. 

Foto (Land NÖ): Dir. Alfred Graf, LR Karl Wilfing, Wohnbau-Sprecher Bgm Martin Schuster

 

 

Zurück

Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wohnungsförderung, Landhausplatz 1, Haus 7a, 3109 St. Pölten